Einsatzübung im Sittenbergtunnel

Am Freitagabend, dem 9. September, fand eine großangelegte ÖBB-Tunnelübung im Sittenbergtunnel bei Sarling/Krummnußbaum statt.

Im Vorhinein wurde in Zusammenarbeit aller Blaulichtorganisationen sowie der ÖBB folgendes Szenario ausgearbeitet.

Ein Güterzug kommt im Tunnel, auf Gleis 4 bei Kilometer 101,750 in Fahrtrichtung Linz, aufgrund einer Bremsstörung zum Stillstand. Bei der Kontrolle durch den Triebfahrzeugführer stellt dieser einen Brand eines mit Altpapier beladenen ungedeckten Wagens fest. Gleichzeitig befährt ein Lokzug den Sittenbergtunnel in Fahrtrichtung Wien auf Gleis 3 und kommt bei Kilometer 101,770 ebenso zum Stillstand. Beim anschließenden Löschversuch durch die beiden Fahrzeugführer werden beide verletzt und müssen mithilfe der Einsatzkräfte gerettet werden.

Die Übung startete mit der Meldung „Einsatzübung Sittenbergtunnel“, welche wie in gewohnter Form über BAZ Melk und Leitstelle 144 alarmiert wurde. Dadurch konnte auch die Abfolge vom Notruf via ÖBB bis zum Ausrücken der Einsatzkräfte geübt werden.

Sofort setzten sich zahlreiche Kräfte der Feuerwehr, Polizei und Rettung, sowie der ÖBB-Einsatzleiter in Richtung Sarling und Krummnußbaum in Bewegung. 

Die Portalfeuerwehren Sarling und Krummnußbaum besetzten jeweils Ost und West Portal des Tunnels und begannen mit Abarbeitung der Checklisten zur Freigabe des Gleisbereiches im Tunnel.

Nachdem der sichere Einsatzbereich eingerichtet und die Freigabe für den Tunnel erteilt wurde, konnten die ersten Atemschutztrupps zur Erkundung und Menschenrettung vorgehen. Parallel dazu wurden die Feuerwehren Amstetten und Pöchlarn mit dem Zweiweg-Rüstlöschfahrzeug-Tunnel jeweils zur Einsatzstelle beim West-Portal und Ost-Portal geschickt. Als Unterstützung wurden die Rettungszüge „Amstetten“ (Feuerwehr Viehdorf und Ulmerfeld-Hausmening) und „Pöchlarn“ (Feuerwehr Mannersdorf und Ornding) angefordert.

Mittels Korbschleiftrage wurden die Verletzten aus dem Tunnel gerettet und am West-Portal vom Roten Kreuz Ybbs und dem Samariterbund Persenbeug medizinisch untersucht und betreut.

Die Einsatzleitung wurde zusätzlich vom Einsatzleitfahrzeug der Feuerwehr Spielberg und dem Atemluftfahrzeug der Feuerwehr Melk unterstützt. 

Ein solches Szenario ist für alle Einsatzkräfte sehr fordernd. Gerade deswegen konnte bei dieser Übung wieder einmal gezeigt werden wie wichtig die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen ÖBB, Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ist.

An der Übung nahmen 18 Feuerwehren und drei Rettungsorganisationen mit insgesamt 210 Einsatzkräfte und 35 Fahrzeuge teil. Darüber hinaus waren die Polizei sowie Mitarbeiter*Innen der ÖBB beteiligt. Übungsbeobachter bzw. Übungskoordinatoren waren Bezirkskommandant Stv. BR Anton Jaunecker und OV Georg Neulinger. Dazu noch sämtliche Übungsbeobachter von ÖBB, DB Cargo und WLC.

Ein großes Dankeschön gilt allen Teilnehmern*innen und Koordinatoren dieser Übung, ebenso der Feuerwehren Sarling und Ybbs für die Verpflegung und Zur­ver­fü­gung­stel­lung der Räumlichkeiten für die Vor- und Nachbesprechung.

2200

Einsatzstunden

7.000

freiwillige Stunden

1000

Ausbildungsstunden